Erkältungsmythen

7 Erkältungsmythen – wahr oder falsch?

Husten, Schnupfen, Halsweh: In der Herbst- und Winterzeit kommt kaum jemand um eine Erkältung herum. Inzwischen existieren viele Mythen rund um dieses Thema. Welche davon wahr sind und welchen Sie keinen Glauben schenken sollten, erfahren Sie hier.

1. Grippe ist dasselbe wie ein grippaler Infekt

FALSCH: Die Bezeichnungen „Grippe“ und „grippaler Infekt“ klingen zwar ähnlich, sind jedoch nicht gleichzusetzen. Mit dem grippalen Infekt bezeichnen sowohl Mediziner als auch Laien eine Erkältung. Diese hat zwar ähnliche Symptome wie eine Grippe (Influenza), ist aber deutlich harmloser.

Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung (grippaler Infekt):

  • Eine Grippe kommt meist plötzlich, während eine Erkältung sich etwas langsamer einschleicht. Man verspürt oft erst ein Kratzen im Hals, dann kommt der Schnupfen hinzu und schließlich noch der Husten.
  • Fieber kommt bei einer Erkältung eher selten und wenn, dann in Form einer leicht erhöhten Temperatur vor. Bei einer Grippe hingegen, steigt das Fieber häufig über 38,5° C.
  • Im Gegensatz zur Erkältung geht die Grippe bei vielen Betroffenen auch mit Gliederschmerzen und starker Abgeschlagenheit einher.
  • Die Grippe dauert in vielen Fällen länger als eine Erkältung. Während Letztere meist schon innerhalb einer Woche wieder verschwindet, kann sich die Grippe in extremen Fällen sogar über Wochen ziehen.
2. Man soll bei einer Erkältung nicht in die Hand niesen

WAHR: Eigentlich will man seine Mitmenschen ja schützen, indem man sich beim Niesen die Hand vor Mund und Nase hält. Doch leider tut man ihnen damit nichts Gutes. Die Krankheitserreger befinden sich nun nämlich auf der Hand und verbreiten sich von dort aus ganz schnell weiter. Statt in die Hand sollte man deshalb besser in ein Taschentuch oder notfalls in die Ellenbogenbeuge niesen. Für Husten gilt dies übrigens auch.

3. Durch Stress ist man anfälliger für Erkältungen

WAHR: An der Aussage „Stress macht krank“ ist tatsächlich etwas dran. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen, wie zum Beispiel Kortisol, wird das Immunsystem geschwächt. Deshalb ist man für Erkältungen grundsätzlich anfälliger, wenn man unter starkem Stress steht.

4. Eine Erkältung entsteht durch Kälte

FALSCH: Nicht Kälte löst eine Erkältung aus, sondern Viren, welche von Mensch zu Mensch übertragen werden. Fakt ist aber, dass Kälte das Immunsystem schwächt – und mit einem geschwächten Immunsystem steigt das Risiko, sich eine Erkältung zuzuziehen.

5. Durch Antibiotika verschwinden Erkältungen

FALSCH: Erkältungen werden in der Regel von Viren ausgelöst. Antibiotika helfen jedoch nur gegen Bakterien. Erst wenn es im Verlauf einer Erkältung zu einer bakteriellen Infektion kommt (Superinfektion) können Antibiotika helfen.

6. Durch Küssen kann man sich anstecken

WAHR: So schön es auch sein mag: Beim Küssen werden Viren durch Tröpfcheninfektion übertragen. Deshalb sollte man darauf während einer Erkältung verzichten – der oder dem Liebsten zuliebe.

7. Man sollte bei einer Erkältung keinen Sport treiben

WAHR: Sport ist allgemein gesund und wirkt sich positiv auf die Abwehrkräfte aus. Bei einer Erkältung sollten wir jedoch darauf verzichten. Der Körper benötigt dann vor allem Ruhe. Durch Sport wird er zusätzlich beansprucht, wodurch die Genesung verzögert werden kann.

Wir von der ABC Apotheke in Siegen-Weidenau empfehlen:

Beugen Sie einer Erkältung am besten schon vor. Ernähren Sie sich ausgewogen und vitaminreich, bewegen Sie sich ausreichend und setzen Sie sich keinem starken Stress aus. Sollte es Sie dann trotzdem erwischen, gönnen Sie sich und Ihrem Körper viel Ruhe. Wir wünschen gute Besserung!